Die USA im Cyberwar

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James Cartwright war bis vor seinem Ruhestand im August 2011 der zweitranghöchste US-General. Nun ist er maßgeblich beteiligt am Cyberwar der USA gegen ausländische Häckerangriffe.
Hacker aus dem Ausland greifen US-Netzwerke immer häufiger und intensiver. In Interviews betonte Cartwright mehrmals, das Hacker nicht mehr lange brauchen würden, bis sie in der Lage seien, einen großen Teil des Bankensektors oder des US-Stromnetzes lahmzulegen. Daher müssten die USA aus Sicht von Cartwright ihr Cyberwarpotenzial zukünftig massiver nutzen, um Hacker zu bekämpfen. Bei Cyber-Attacken wollen die USA zukünftig von ihrem “Recht auf Selbstverteidigung” Gebrauch machen – auch wenn Hackerangriffe über einen Server im Ausland stattfinden. Auch sei es notwenig, im Kampf gegen solche Angriffe glaubwürdig zu sein und ein starkes Signal auszusenden: Hacker sollen fortan wissen, dass ihre Angriffe bestraft werden. Nur das würde eine abschreckende Wirkung entfalten, meint Cartwright.
Die USA wollen aber nicht nur klare Signale an potenzielle Angreifer aussenden. Sie gehen schon jetzt sehr offensiv vor und setzen gezielte Schläge zur Abschreckung. Laut zwei Autoren der New-York-Times, Eric Schmitt und Thom Shanker, handelte sich auch bei Stuxnet um eine solche Vorgehensweise. Stuxnet war der Wurm, der eine iranische Uran-Anreicherungsanlage angriff. Im März 2011 war sogar von der Plaunung einer Cyberattacke der USA auf Libyen bereits die Rede. Damals wurde intensiv diskutiert, die Firewalls der libyschen Regierung zu überwinden und militärische Kommunikationskanäle zu blockieren. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass die Frühwarnradaranlagen Lybiens Nato-Kampfflugzeuge erkennen und abschießen.
Sicherheitsmagazin